Aktuelles aus dem Ort

Enthüllung des Trias Stein

Am Freitag, den 29 Juli 2016 fand die feierliche Enthüllung des vom Heimat- und Kultur Verein Rotfelden gestifteten Trias Denkstein statt. Mit diesem soll an die in Rotfelden gemachten bedeutetenden versteinerten Tierfunde aus der Urzeit erinnert werden. Als man vor fünfzig Jahren in einem am Ortsrand gelegenen Steinbruch per Zufall auf die versteinerten Überreste eines Echsenkopfes im Sandstein stieß ahnte man noch nicht, wie alt diese sein sollte. Erst im staatlichen Naturkunde Museum in Stuttgart kam es zum Vorschein, als sich Forscher daran machten sein Alter genauer zu bestimmen. Seit über 245 Millionen Jahren hatte er dort gelegen. Eine unvorstellbare lange Zeit. In dieser Epoche des - nach der in Mitteleuropa auffälligen Dreiteilung Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper - genanntem Trias, lag Rotfelden in der Nähe des Äquators auf dem damaligen Großkontinent Pangaea, der im Verlauf der Zeit sich in die heutigen Kontinente aufspaltete. Umgeben von Meeren lebten damals schon in subtropischen Temperaturen Wirbeltiere wie die erstmals gefundene Großechse Eocyclotosaurus, deren Schädel jetzt den Denkstein ziert oder die kleinere Giraffenhals Echsen Amotosaurus rotfeldensis, die man auch aus den Rotfelder Fossilienfunden freigelegt hat. Dazu fand man Abdrücke von der damals vorhandenenen Fauna, wie den auch heute noch wachsenden Schachtelhalmen.

Noch fehlt es an einem repräsentablen Ausstellungort in Rotfelden, aber mit dem Denkstein hat der Verein einen Anfang gemacht, der verhindert, dass die inzwischen weltweit unter Forschern bekannten fossilen Funde wieder in der Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten.