Heiße alte Handwerke - Vortrag im Ev. Gemeindehaus Rotfelden

Es ist zur täglichen Gewohnheit geworden in unserer Gegend auf Nichts im Alltag verzichten zu müssen. Ein reichliches Angebot an Waren und Diensleistungen steht uns 24/7 zur Verfügung. Das es davor in unserer Gegend, sich bis ins letzte Jahrhundert völlig anders im Alltag darstellte, konnten die Zuhörer der Vortragsveranstaltung des Heimat- & Kulturvereins Rotfelden von Hans Schabert, Bürgermeister in Ruhestand und begeisterter Lokalhistoriker erfahren, bei seiner Vorstellung heißer, alter Handwerke.

Früher gab es in der Umgebung um Rotfelden viele heiße Handwerke, welche die im Schwarzwald vorhandenene Rohstoffe aus der Natur nutzten. In den Wäldern und Täler des Schwarzwald gab es die verschiedensten Produktionsstätten, welche wichtige Grundstoffe für die Veredelung und Weiterverarbeitung anderer in den verschiedensten Herstelllungsprozessen lieferten. Ob es Feuerstellen für die Flachsverarbeitung waren, Köhlereien zur Holzkohle Gewinnung, spezielle Öfen zur Pottasche- oder schwarzen Ruß zur Farbstoffgewinnung, oder mancher Rohstoff zur Wundbehandlung, den der Apotheker brauchte, der Wald als Rohstofffquelle wurde intenstiv in verschiedenster Weise genutzt, mehr als man sich heute noch vorstellen kann. Herr Schabert beschrieb in seinem Vortrag mit vielen historischen Aufnahmen und Illustrationen die Bedeutung dieser Handwerke in der Vergangenheit. Hart und aufwändig war dabei das Geschäft, das aber auch vielen Menschen, die darin ihre Arbeit fanden und Wohlstand brachten. Auch das ein oder andere bekannte Sprichwort, das wir heute noch gern benutzen, leitete sich direkt aus dieser Zeit ab. Nach der 1 1/2 Stunden langen, inteniven Reise durch die Geschichte waren die Zuhörer sichtlich beeindruckt und dankten es dem Vortraggeber mit einem freundlichen Applaus.