Wer sich gerade dem ständigen, täglichen Trommelfeuer der Presse über Covid Inzidenzzahlen, überfüllten Krankenhausbetten, und deren Meinungen darüber ausgesetzt fühlt, wird immer wieder, mehr oder weniger vom Unbehagen ergriffen, wie groß sein eigenen Risiko wirklich ist, schwer am Covid-Virus zu erkranken.

Die aktuellen Fallzahlen für den Kreis Calw bieten eine Orientierung.

(Quelle: Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard)

Die Zahl der derzeit durch PCR Test ermittelten und gemeldeten Covid-Infizierten
müssen nicht gleichzeitig Krankheitssymptome haben, sondern können andere anstecken!


Der Landkreis Calw hat laut Statistischem Bundesamt (3.05.2021):

Einwohner: ugf. 159.201
Intensivbetten: 29

 

2020 begriffen viele Menschen die Covid Seuche mehr als eine aus dem Ruder laufende "Grippewelle", die sich automatisch zum Sommer wieder auflösen sollte. Die Bürger akzeptierten die, mit einem schnell zusammengezimmerten Seuchen-Gesetz verhängten Restriktionen, als eine Art naturgegebene Folgeerscheinung, die auch schnell wieder durch das Parlament dann aufgehoben würde. Jeder verhielt sich solidarisch, mehr oder weniger. Kinder mußten plötzlich zuhause beschäftigt werden, Grosseltern waren nicht mehr erreichbar. Dank der Ingenuität amerikanischer Software Unternehmen, ging man flux via Internet ins Homeoffice und hoffte, dass man nicht ständig von der NSA abgehört wurde. Die Chinesen taten es ja schon seit Jahren und klauten Betriebsgeheimnisse.Man konnte sich über vieles aufregen, z.Bsp., dass die gemachten Anzahlungen für Vergnügungsreisen von Veranstaltern und Fluggesellschaften nicht erstattet wurden. Das Kultur nicht mehr stattfinden durfte, die Biergärten geschlossen blieben. Vereine keinen Sport mehr anbieten und auch nicht zusammen mehr gesungen werden sollte. Alles wegen der Ansteckungsgefahr.

Die Regierung öffnete den Steuersäckel für Hilfszahlungen, und versprach, das schon vereinnahmte Geld schnell wieder an die Betroffenen zurückzugeben. Alles schien im Griff zu sein. Sogar die Geschäfte waren offen und Jeder rannte mit einem Mundschutz herum, der helfen sollte. Hygiene war oberstes Gebot, und die Desinfektionsmittel tropfen nur so an allen Ecken. Man wartete auf eine halbwegs glücklichen Sommerurlaub im deutschen Land. Anfangs schien das auch zu klappen, aber je länger es sich hinzuziehen begann, umso mehr realisierten die Betroffenen, die Regierung hatte ihnen zwar etwas versprochen, aber sie begann, denen die ihr mit Forderungen nachkamen, bürokratische Knüppel in die Beine zu werfen (Hilfszahlungen).

Dann wurde es schnell Herbst, und mit der Rückkehr der zufriedenen Sommerurlauber aus südlichen, doch virenlosen Gefilden, war der Spuk immer noch nicht vorbei. Bayern winkte die Heimkehrer freundlich durch. An den Flughäfen trudelten Rückkehrer aus Coronaländern ein und machten sich aus dem Staub. England meldete seine eigene besonders ansteckende Corona Variante, um im Brexitstreit damit auf Europa zu feuern. Trotzdem,  mehr oder weniger christlichen Politiker winkten fröhlich ab, halb so schlimm, bis Weihnachten ist alles vorbei. Es gab immer noch keinen zugelassenen Impfstoff, noch erfolgreiche Behandlungsmethoden. Das Land war auf das noch Kommende im Winter nicht vorbereitet, und insgeheim fürchtete sich Jeder davor - und das zurecht.

Die Presse tat ihr Übriges, laufend darüber zu berichten, im ewigen Kanon von Kassandrarufen und Beschwichtigungen von Experten, Politikern, die sich zu Weltenrettern stilisierten, und den Schwarzmalern, die umso mehr schwarz malten, wie sich die anderen daran abarbeiteten. Wenn man aber gedacht hatte, dass sich inzwischen die verantwortlichen Stellen Gedanken gemacht hätten, welche sinnvollen, weiteren Schritte im Verlauf einer Zuspitzung zu ergreifen wären, wurde darin getäuscht. Man hatte keine einheitliche Strategie, weil die Wissenschaft bisher keine eindeutigen und bewertbaren Studien oder Rezepte dazu hatte vorlegen können. Es war zu früh - für die schon sich abzeichnende und vorhergesehene zweite Welle. Jedes Land schaute auf das andere in Europa, wo die Fallzahlen "hochschossen", und auch regelmäßig danach wieder herunterfielen, mehr oder weniger, wie es den Behörden oder Medien lieb war. Natürlich hatten die Behörden die im Frühjahr in aller Eile installierten Notkrankenbetten schon wieder abgebaut und weiter verliehen. Nur in den Krankenhäusern machte sich die Zunahme wieder bemerkbar, und das (zu) lange, in den Augen der dortigen Verantwortlichen. Bis heute ist nicht  eindeutig feststellbar, wie quantifizierbar die einzelnen, in 2020 verordneten Maßnahmen effektiv wirkten. Weil die überforderten Behörden nicht liefern konnten, und in Panik gerieten, griffen die politisch Verantwortlichen zum einfachsten Mittel: Zumachen, Wegsperren, und Wegsehen, wenn die eigenen Maßnahmen nicht wirklich wirkten (Lock-down). Schuld suchte man dann in den Verhandlungen bei denen, die man als Randgruppen leicht identifizieren konnte, z. Bsp. den Corona-Verweigerern und Unwilligen, die auf den Straßen zu demonstrieren begannen. Dort mußte das Covid Brutfeld sein. Das ließ man die in der Presse heftig kommunizieren.

Zum guten Glück kam Ende 2020 dann doch noch eine weihnachtliche Hoffnung auf. Das geniale Impfmittel einer Biotech Unternehmung war da, das irgendwie die Menschenzellen dagegen genmanipiulieren konnte. Toll - leider ein Albtraum für die, welche genmanipulierende Arzneistoffe ablehnen. Aber glücklicherweise gab es noch zwei andere Hersteller - die zu liefern begannen - weltweit.

Nur in Deutschland wartete man im Januar auf den in Deutschland entwickelten und produzierten Impfstoff, rein solidarisch. Die Regierung wollte sich nicht vordrängeln (wegen der historischen Verantwortung und den dabei vererbten Kriegsschulden). Pech nur, die Behörden-Einkäufer hatten sich im Herbst davor schon verzockt gehabt. Und anstatt mit dem Impfen zu beginnen, begann man sich mit einem Britisch-schwedischen Hersteller herumzustreiten. Der hatte zwar zugesagt, eine bestimmte Menge zu liefern, nur hatten die Bürokraten anscheinend vergessen, Liefermenge und Datum in den Verträgen einzutragen, als sie unterschrieben. Oder sie wollten es einfach nicht. Es hätte ja noch etwas Billigeres kommen können.

Also beruhigte man die Bevölkerung zunächst, mit der Aussicht auf die Unmengen beschaffter "Corona-Schnelltests". Denn -  Logik! - durch Testen fände man dann schnell heraus, wer sich nicht angesteckt hatte, und die brauchten dann auch keine Impfung gleich. Die Angesteckten, die sich leider noch nicht einmal krank fühlten, konnten so schnell in Quarantäne geschickt werden. Soweit die Theorie. Die Praxis - mit den vielfachen Testen kamen immer mehr Zweifel das Virus damit zu stoppen. Trotz aller Maßnahmen, man trat auf der Statistikstelle, den Inzidenzzahlen. Die vom RKI täglich veröffentlichen Zahlen, basierend auf dem eindeutig / nicht / oder doch wirklich eindeutigen PCR Test (Preis: pro Test um die 120€), ließen keine Trendwende erkennen, trotz der mit Seuchenangst begründeten,  heftigst verordneten nächtlichen Ausgehverboten, die man mal hier, mal da in Deutschland durchzuführen begann.

Dann wurde endlich richtig geimpft, in Impfzentren. Telefon-Hotlines zur Terminbuchung liefen heiß. Politiker zeigten sich vor laufender Kamera mit 100-Jährigen, die einen ersten Schuß gesetzt bekamen in "Seht her, ich lebe noch!" Manier.  Eigentlich hätte man dieses Ereignis zum Feiertag erklären müssen, aber was machten die Medien daraus? Sie begannen den Bürgern zu erklären, weshalb man sich nicht darauf verlassen sollte, geimpft zu werden, weil  I M P F E N  G E F Ä H R L I C H  war! Für die "ALTEN", die ja sonst die Betten in den Krankenhäusern wegen Corona überbelegt hätten, war aber die Impfung gut genug. Sie waren daran noch nicht gestorben, trotz heftiger Nebenwirkungen.

Dann - Ostern, die dritte Welle rollte an - verursacht von (Millionen gefühlter) Mallorca- und Skiurlauber, welche wohl die Viruse aus der Atmosphäre aufgesaugt hatten. Da waren noch nicht einmal die Ostereier verputzt, schossen die RKI Inzidenzzahlen durch das Dach des Bundeskanzleramts und der Bundestag hatte jetzt erst recht - zum äußersten Mittel zu greifen, dem T O T A L E N Lockdown. Irgendwie - ja - so - mit Ausnahmen für Hunde. Währenddessen tröpfelten die Impfportionen langsam in die willigen Bürgerarme. Und ein verantwortlicher Minister erdreiste sich den "IMPFERFOLG" schon einmal für seine Wahlbrochüre zu reservieren (Alles gut dank ...). Währenddessen machten sich ein paar korrupte Politikerkollegen in den Parlamenten vom Acker, weil ihr Bestand an Schutzmasken aufgebraucht und ihre vereinnahmten "Millionen-Erfolgsprämien" ruchbar geworden waren. Jeder tat entrüstet - und Minister bekamen Amnäsie, beim Anblick der präsentierten Miiliardenüberweisungen an nicht steuerzahlende Großunternehmen, die sie mit ihrer Bazooka verteilt hatten. Es war Zeit für die Wahlschlacht Vorbereitungen - und die sollten schnell helfen von den weiter schwelenden Problemen abzulenken.

Soviele WARUM Fragen prasselten auf die verantwortliche Regierung nieder, dass sie sich einfach einmal e n t s c h u l d i g t e. Da konnte der ein oder andere schon den Verstand verlieren, wie sie sich eine Woche lang, wie eine kaputte Schallplatte, ständig wiederholte. Waren wir, die Bürger jetzt verrückt geworden?

Der Chronist fasst zusammen. Es gibt eine Krise - nur was für eine? Was ist die Realität - und wie sieht sie im Vergleich mit der Scheinwelt aus, die wir täglich über die Medienkanäle und von hilflosen Volksvertretern vorgegaukelt bekommen?

Hier sind ein paar Fakten zur Bettenlage - mit der Erklärung des RKI. Jeder kann sich diese frisch aus dem Internet ziehen, ohne Kommentar.

(Quelle:  Robert Koch Institut Fallzahlen und Meldungen Stand: 27.4.2021)

 

Nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der positive Befund bei einem Antigenschnelltest als Verdacht auf eine COVID-19 Erkrankung meldepflichtig an das Gesundheitsamt. Die an die Gesundheitsämter gemeldeten Daten werden an das RKI gemäß Falldefinition übermittelt. In den Lageberichten und anderen Daten-Publikationen (z.B. Dashboard) des RKI werden jedoch nur die mit PCR bestätigten Fälle ausgewiesen (nach Referenzdefinition).

Von allen positiven Antigennachweisen, die an das RKI übermittelt wurden, wurde bei 65% eine PCR-Bestätigung angegeben.

Der Anteil von allen die Referenzdefinition erfüllenden, also PCR-bestätigten Fälle, für die ein vorangehender positiver Antigentests vorliegt, lag in KW 5 bis einschließlich KW 9 konstant bei ca. 3,5%. Seit KW 10 steigt dieser Anteil leicht von 4,4% in KW 10 auf 5,5% in KW 11 und 6,0% in KW 12 an. Der Anstieg des Anteils der Antigennachweise kann jedoch nicht allein den deutlichen Fallzahlanstieg begründen. Während die COVID-19-Fallzahlen von KW 10 auf KW11 und KW 11 und KW 12 um über 20.000 Fälle angestiegen sind, ist die Anzahl der PCR-bestätigten Fälle, bei denen ein Antigennachweis angegeben wurde, nur um jeweils ca. 1.800 gestiegen.

Aus den dem RKI nach IfSG vorliegenden Daten lässt sich daher keine Verzerrung der Anzahl PCR-positiver Testergebnisse durch eine übergroße oder stark ansteigende Anzahl von positiven Antigentests nachweisen. Einschränkend muss gesagt werden, dass über die Vollständigkeit der den Gesundheitsämtern gemeldeten positiven Antigennachweise keine Aussage gemacht werden kann.

Stand: 31.03.2021